Logistikregion München

Informationen zur Logistikregion München auf einen Blick

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Überblick

Süddeutscher Wirtschaftsprimus mit ausgezeichneter Lebensqualität

Die Logistikregion München umfasst die mit rund 1,5 Millionen Einwohnern drittgrößte Stadt Deutschlands sowie deren Umland. Im Nordosten erstreckt sie sich bis nach Landshut. Als Teil der Metropolregion München gehört der Standort zu den erfolgreichsten Wirtschaftsräumen Europas. Dank der guten Lebensqualität belegt die im Mittelpunkt stehende Metropole regelmäßig Topplatzierungen innerhalb internationaler Städterankings.

Die geographische Nähe zu Süd- und Osteuropa eröffnet zahlreiche Wettbewerbsvorteile. Diese können mithilfe der Anbindung an das Fernstraßennetz ausgenutzt werden. Rund um das Münchner Stadtgebiet zieht sich der Autobahnring A99 und der Flughafen München ist im süddeutschen Raum der leistungsfähigste. Von der guten Infrastruktur profitieren die hier ansässigen Unternehmen - eine ausgewogene Mischung aus Start-ups, Mittelstand plus Global Playern. Gleich sechs der am DAX 30 notierten Konzerne haben ihren Hauptsitz in der Region: Allianz, BMW, Infineon Technologies, Linde, Munich Re, Siemens. Mit der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) und der Technischen Universität (TU) München unterstützen zwei renommierte Hochschulen eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Wirtschaft: Unter den deutschen Universitäten belegen sie die beiden ersten Plätze. Im World University Ranking 2018 lag die LMU auf Platz 34 und die TU auf Platz 41.

Die meisten logistischen Ansiedlungen befinden sich im Nordosten rund um Garching, Neufahrn, Ismaning, Eching, Oberschleißheim. Die wichtigsten Güterverkehrszentren sind der Flughafen München sowie das DUSS-Terminal München-Riem, welches als Doppelmodulanlage fungiert. Seine günstige Lage neben der Autobahn A94 München-Passau und dem Autobahnkreuz München-Ost A99 sorgt für eine schnelle Erreichbarkeit der Autobahnen nach Salzburg/Kufstein, Lindau, Garmisch, Stuttgart und Nürnberg. Der Versandhändler Amazon betreibt eine urbane Logistik im Herzen von München, in der Neuen Hopfenpost, und zwei größere Distributionszentren in Olching bzw. München-Zarmdorf. Der Regionalflughafen Oberpfaffenhofen, von der BEOS AG erworben, wird in den nächsten Jahren den Markt mit einer Fläche bis zu 500.000 m² dominieren.

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Umschlagsmöglichkeiten

 

Flughafen München
München Hbf
GVZ München-Riem
 
Branchenfokus

Aus dem reichen Branchenmix der Logistikregion München stechen folgende Industrien heraus:
- Automobilindustrie
- Informations- und Kommunikationstechnologie
- Logistik

Die Automobilindustrie hat sich über die letzten einhundert Jahre zu einem der stärksten Wirtschaftszweige in der Region entwickelt. Sie besteht aus einem dichten Netzwerk von Herstellern und Zulieferern. VOLVO Truck, der weltweit zweitgrößte LKW-Hersteller hat seine Deutschlandzentrale in Ismaning. Neben NIO, dem bedeutendsten Entwickler von Elektroautos aus China, sind zwei global agierende Riesen in München zuhause: MAN sowie die BMW Group. Die BMW Group steht nicht nur für Fahrzeuge, die Freude bereiten. Sie betreibt auch ein Forschungs- und Innovationszentrum, FIZ Future, in dem sich 15.000 Ingenieure den Zukunftsthemen Digitalisierung, autonomes Fahren, Elektromobilität widmen. Zusammen mit den Stadtwerken München und Siemens hat der Konzern ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, bei dem man zum einen Elektrofahrzeuge testet, zum anderen ein Netz aus Stromtankstellen im Stadtgebiet errichtet.

Der Zukunftsgestaltung widmen sich in gleichem Maße die Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie. Vor allem US-Giganten haben sich in der Logistikregion niedergelassen. Apple, Cisco, Google, IBM, Microsoft, Oracle - nirgendwo sonst in Deutschland findet man so viele Big Player nebeneinander. 2015 gesellte sich der chinesische Konzern Alibaba dazu. Um die Digitalisierung und Vernetzung verschiedener Akteure voranzutreiben, rief der Freistaat Bayern das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) ins Leben. Zahlreiche privatwirtschaftliche Initiativen wie der Isarnetz e.V., das MUK IT - Unternehmensnetzwerk, die Konferenz 48forward, die Start-up-Veranstaltung Bits & Pretzels kommen hinzu. Das Cluster BICCnet koordiniert bayernweit Aktivitäten der Unternehmen und unterstützt sie durch gemeinsame Marketing- und Austauschplattformen.

Die Logistikbranche versorgt hauptsächlich den Ballungsraum sowie die örtliche Industrie. Dabei greift sie auf eine starke Infrastruktur zurück: Der Flughafen München dient als größter Cargo-Flughafen in Süddeutschland und Gateway für gesamt Süd-Osteuropa. Das DUSS-Terminal München-Riem wird effektiv als Doppelmodulanlage betrieben. Zweijährlich trifft sich auf der internationalen Messe „Air Cargo Europe“ die Luftfrachtindustrie. Die ebenfalls alle zwei Jahre stattfindende Messe „transport logistic“ gilt als maßgebend in den Bereichen Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management.

Entwicklung auf dem Immobilienmarkt

Der Bedarf an Logistikimmobilien ist sowohl in der Stadt München als auch im Umland durchgehend sehr hoch. Das Angebot nimmt allerdings, trotz durchschnittlicher Fluktuation, immer mehr ab. Innerhalb der Bundesrepublik zählt München zu den Regionen mit den geringsten Flächenpotenzialen.

Zukünftige Neuentwicklungen gestalten sich schwierig: Die Grundstückspreise steigen rasant, während die Akzeptanz bei den Gemeinden konstant fällt. Die Politik betrachtet die Logistikbranche als „Flächenfraß“. Sie begegnet ihr mit Skepsis, woraus eine äußerst restriktive Ausweisung von logistikaffinen Flächen resultiert. Gewisse Erleichterung verspricht das Recycling von ungenutzten Geländen, beispielsweise im Gewerbepark „Nova“ in Neufahrn oder der ehemaligen Druckerei in Maisach.

Da sich die Region bei Unternehmen wie Amazon, Google und Co. großer Beliebtheit erfreut und der IT-Sektor steht weiter wächst, lässt sich eine rege Nachfrage nach Standorten für Rechenzentren voraussagen. Die allgemeine Ausweitung des E-Commerce wird den Bedarf an Logistikdienstleistungen ankurbeln.

Pro und Kontra

München ist ein wirtschaftsstarker Standort, der auf Topunternehmen aus unterschiedlichen Branchen eine ungebrochene Attraktivität ausstrahlt. In Verbindung mit der enormen Kaufkraft im Ballungsraum sorgen diese für eine konstant hohe Nachfrage nach Logistikdienstleistungen. Mehrere Autobahnen und eine gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr bilden eine robuste Infrastruktur. Der Flughafen München und das DUSS-Terminal München-Riem dienen als leistungsfähige Güterverkehrszentren. Mit den Messen „transport logistic“ und „Air Cargo Europe“ stärkt die Region ihre internationale Bekanntheit.

Die Flächenpreise sind sehr hoch und die Skepsis der Gemeinden gegenüber der Logistikbranche steht der Ausweisung neuer Flächen im Wege – die geringe Verfügbarkeit geeigneter Areale wird zunehmend zur Herausforderung. Eine weitere Erschwernis liegt ausgerechnet im Erfolg als Wirtschaftsstandort: Neben den insgesamt hohen Kosten sieht sich die Logistikbranche mit einem geringen Arbeitskräftepotenzial konfrontiert, da viele Absolventen andere Industrien bevorzugen. Dass der Region eine Anbindung an das Wasserstraßennetz fehlt, erscheint da fast schon nebensächlich

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