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Finanzierung von Gewerbeimmobilien

Geht es um gewerbliche Immobilienfinanzierung, schauen die Banken ganz genau hin. Insbesondere teure Bauvorhaben stellen kleine und mittelständige Unternehmen vor große finanzielle Herausforderungen - denn das Eigenkapital reicht selten aus. Informieren Sie sich hier, vor Ihrer ersten Finanzierungsanfrage und erfahren Sie, worauf es ankommt.

Wie viel Geld haben wir?

Ermitteln Sie vor der Planung Ihrer Gewerbefinanzierung zunächst, über wie viel Eigenkapital Ihr Unternehmen verfügt. Banken erwarten in der Regel, dass Sie einen Anteil zwischen 10% und 30% des Kreditvolumens selbst übernehmen.
Eine Finanzierung ohne Eigenkapital – die sogenannte Nullfinanzierung – ist zwar auch möglich, aber risikoreicher für die Bank. Aufgrund des höheren Risikos sind die Konditionen daher generell für Sie etwas ungünstiger.
Deswegen empfiehlt es sich, neben den liquiden Ressourcen, andere Vermögenswerte mit einzubeziehen, da auch kurzfristig zu veräußernde Wertgegenstände, wie Grundstücksbesitz oder Eigenleistungen Teil des Eigenkapitals sind. Kalkulieren Sie genau, um sicherzustellen, dass die künftige monatliche Belastung realistisch ist.

Wie wird mein Antrag bewertet?

Zunächst wird Ihre Kreditwürdigkeit (Bonität) geprüft: Je nach Unternehmensform werden verschiedene Unterlagen für die Bonitätsprüfung verlangt, wie z. B. Jahresabschlüsse, Einkommenssteuernachweise und eine aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA). Anschließend wird das Objekt oder Grundstück bewertet. Je nachdem, ob Sie eine Gewerbeimmobilie bauen oder kaufen wollen, werden auch hier unterschiedliche Unterlagen benötigt. Beim Bauen werden z. B. Lageplan, Baubeschreibung sowie eine Gesamtkostenaufstellung verlangt. Bereits existierende Objekte werden zuerst nach Einsatzzweck (z.B. Standardimmobilie = Büroimmobilie, Betreiberimmobilie = Hotel, Betriebsimmobilien = Fertigungshalle) und der daraus resultierenden Drittverwendungsfähigkeit (einfache Weitervermietung) bewertet. Dabei gilt: Je geringer das Risiko für die Bank, desto geringer der Zinssatz.

Wahl der Finanzierungsform

Informieren Sie sich über die Einzelheiten der Finanzierungsarten für Ihre Gewerbekauf- oder Baufinanzierung. Etwa über die mögliche Laufzeit, Bauzinsen, die Zinsbindungsfrist und Sondertilgungen.
• Die klassische Finanzierungsform ist das Annuitätendarlehen, mit monatlich konstanten Rückzahlungsbeträgen (sofern eine Zinsbindungsfrist über die Laufzeit vereinbart wurde).
• Das Ratendarlehen ist für eine schnelle Rückzahlung. Da die Tilgungsrate gleich bleibt, sinkt die monatliche Ratenzahlung im Verlauf der Jahre.
• Bei Finanzierungsverträgen mit der Option für Sondertilgungen kann die Darlehenslaufzeit mit außerplanmäßigen Zahlungen verkürzt werden.
Welche Finanzierungsart für Sie infrage kommt, hängt von Ihrer Bonität, den Umsatzprognosen und der Art Ihrer Gewerbeimmobilie ab.

Fazit: Gut Ding will Weile haben

Holen Sie sich von verschiedenen Finanzierungsanbietern Angebote ein, vergleichen Sie diese und sprechen Sie mit Ihrer Hausbank, um sicherzugehen, dass Sie eine Lösung finden, die genau zu Ihren Anforderungen und zu Ihrer finanziellen Situation passt.
Finden Sie hier weitere Informationen über JLLs Gewerbeobjekte.