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Barrierefreie Gewerbeimmobilien

Betriebe, die durch barrierefreies Planen und Gestalten Arbeitsstätten für alle schaffen, sind zukunftsweisend. Denn diese Arbeitsplatzgestaltung bietet einen weitreichenden wirtschaftlichen Nutzen für Unternehmen und garantiert einen reibungslos ablaufenden Gebäudebetrieb.

Was bedeutet Barrierefreiheit?

Barrierefreiheit bezeichnet die Art der Gestaltung von Gebäuden, Informationsangeboten und Kommunikation, sodass sie auch von Menschen mit Beeinträchtigungen genutzt und auch ohne fremde Hilfe wahrgenommen werden können.

Diese Definition unterscheidet nicht zwischen einzelnen Personengruppen. Vielmehr sollen die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigt werden. So profitieren neben Menschen mit Behinderungen auch Kinder, Schwangere, ältere Mitarbeiter und Menschen mit Verletzungen oder anderen Einschränkungen von einem barrierefreien Arbeitsplatz. Dadurch kann der Bewerber-, Besucher- oder der Kundenkreis des Unternehmens deutlich erweitert werden.

Was gibt es im baulichen Bereich zu beachten?

Wenn Sie den Neubau einer oder die Umrüstung auf eine barrierefreie Arbeitsstätte planen, verschaffen Sie sich hier einen Überblick über relevante Bereiche. Zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Gebäudenutzer gelten spezielle Regelungen für die Gestaltung von

  • Arbeitsplätzen: Sie müssen geeignete Bewegungsflächen im Arbeitsraum und hinter den Schreibtischen aufweisen, sodass sie mit einem Rollstuhl befahrbar sind. Zudem sollten bei der Einrichtung auf geeignete Greifhöhen für motorisch eingeschränkte Mitarbeiter geachtet werden.
  • Sanitärräumen: Sanitäranlagen sollten für Menschen mit Behinderungen ausgestattet sein. Seifen-, Handtuchspender und Spülung müssen im Sitzen erreichbar sein. Es gibt keine berührungslosen Armaturen (für blinde Menschen ungeeignet) und die Türen der Toilettenräume können nach außen hin geöffnet werden.
  • Pausen-, Bereitschaftsräumen und Kantinen: Bieten Sie Sitzgelegenheiten, Tische mit ausreichend Beinfreiheit und mindestens einen für Rollstuhlfahrer reservierten Platz mit genügend Bewegungsfläche an.
  • Bewegungsflächen im Gebäude: Türen, Tore, Aufzüge, Verkehrswege, Fluchtwege und Notausgänge müssen die richtigen Maße aufweisen, sodass sie mit einem Rollstuhl befahrbar sind. Außerdem sollten auf z. B. Glastüren und anderen Bereichen mit potenzieller Unfallgefahr Sicherheitsmarkierungen angebracht werden.
  • Treppen und Orientierungssystemen: Treppen sollten möglichst gerade sein, ein physiologisch günstiges Steigungsverhältnis besitzen und farblich markiert sowie beidseitig mit Handläufen versehen sein. Taktile Handläufe mit eingravierten Hinweisen sollten zusätzliche Orientierungshilfe geben.
  • Bedienelementen: Schalter, Steckdosen und Türgriffe müssen einfach erreichbar sein. Alle Bedienelemente sollten möglichst intuitiv bedienbar sein.
  • Tresen, Serviceschalter und andere Nutzbereiche sollten 0,85 m hoch sein.

Auch das Gebäudeumfeld muss angepasst werden, sodass Außenanlagen, spezielle Pkw-Stellplätze, Garagen und andere Bereiche die Anforderungen an Barrierefreiheit erfüllen und einen sicheren Zugang zum Gebäude ermöglichen.

Fazit

Detaillierte Informationen und Maßangaben zum Thema Barrierefreiheit bei der Arbeitsplatzgestaltung finden Sie im Leitfaden Barrierefreie Arbeitsstätten planen und gestalten der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). Beziehen Sie Barrierefreiheit von Anfang an in Ihre Planung mit ein. Denn durch die Beachtung dieser Gestaltungsprinzipien können Unfälle vermieden werden und alle Gebäudenutzer profitieren.

  • Finden Sie hier weitere Informationen über JLLs Gewerbeobjekte.