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München - Schwabing - Stadtteilinformationen

Heimat der Münchner Freiheit

*Durchschnittspreis auf Grundlage historischer Transaktionen

Überblick

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Boheme, Blumenkinder und Bürgertum im mainstreamigen Szeneviertel

Schwabing, Münchens bevölkerungsreichster Stadtteil, besteht aus den beiden Bezirken Schwabing-West sowie Schwabing-Freimann. Seine abwechslungsreiche Geschichte zieht nicht nur Nostalgiker an.
Vor über 100 Jahren konnte man die Entwicklung der Boheme an manch einer Straßenecke beobachten: Wassily Kandinsky, Paul Klee, Franz Marc diskutierten in Cafés und sogen Wissen auf in der Kunstakademie – diesem palastartigen Gründerzeitbau, in dem auch heute bildende Künstler aufs Leben vorbereitet werden. 1968 begehrten andere gegen das Bürgertum auf: Hippiebewegung und Studentenunruhen brachten das Viertel republikweit in die Schlagzeilen. In den 1980ern zog die Schickeria her. Aufschlussreiche Einblicke vermittelt die Fernsehserie „Monaco Franze“, deren Hauptdarsteller Helmut Fischer den Reisenden täglich an der Münchner Freiheit, einem weitläufigen Platz samt futuristischer Haltestelle, begegnet. Allerdings nur als Statue aus Bronze.
Inzwischen hat sich der Mainstream breitgemacht. In der Leopoldstraße, der von Autos befahrenen und Geschäften gesäumten Hauptachse Schwabings, genau so wie am idyllischen Luitpoldhügel, welcher aus Trümmern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Häuser errichtet wurde.

„... erst beim Verdauen kann man etwas über dieses wunderbare München sagen.”
Franz Kafka
Kultur & Unterhaltung
Schwabing bietet reichlich Platz, sich auszutoben. Zum Beispiel im Englischen Garten, der Parkanlage Münchens. Neben Spaziergängen unter betagten Bäumen steigert eine Bootsfahrt auf dem Kleinhesseloher See den Puls. Zur Ruhe kommt man im wesentlich weniger überlaufenen Luitpoldpark. Es sei denn, es hat geschneit: dann schreit der Luitpoldhügel nach einer Schlittenfahrt. Innerhalb der Allianz Arena schwitzen Fußballer und Fans des FC Bayern München. Wer keine Karten für ein Spiel ergattern kann, tröstet sich mit einem Besuch des Vereinsmuseums – auf 3.000 Quadratmetern warten allerlei multimediale Erlebnisse. Soll es lieber Literatur, Musik, Philosophie oder Theater sein? All das und noch mehr findet der Interessierte in der Seidlvilla, einem Veranstaltungsort, den sich viele Kulturinstitutionen teilen. Abends bleibt die Option, sich fallen zu lassen: vielleicht in einen Sessel des ABC Kinos, in dem schon Rainer Werner Fassbinder, Wim Wenders und Werner Herzog auf die Leinwand schauten.
Essen, Trinken, Ausgehen
Macht man bei seinem Frühstück „Thomas Mann“ im Café Altschwabing kurz die Augen zu, die mit Ornamenten geschmückte Decke noch auf der Netzhaut, der klassische dunkelbraune Holzstuhl unter dem Hintern, besteht immerhin die Möglichkeit, Partikel der Gegenwart von Thomas Mann zu spüren. Wer es nicht so mit der Vergangenheit und den Geistern berühmter Schriftsteller hat, ist im Cotidiano gut aufgehoben: das Lokal steht für die gemütliche Moderne und schmückt sich mit dem Zusatz „The bakery restaurant“. Ebenso behaglich präsentiert sich der Kaisergarten: warme Grüntöne, helles Holz sowie Scheiterhaufen von Croissants helfen, neue Traditionen zu begründen. Schwabing geht eben stets mit der Zeit, was sich nicht zuletzt in einer gastronomischen Rarität zeigt: bei Brusko gibt es griechisches Essen ohne Säulen und Statuen. Nach einem Teller voller Gyros appelliert allerdings der Magen: Auf zu Helene, in die Disco mit Pop-Art an den Wänden und: tanzen!
Verkehrsanbindung
Fahrzeiten
Flughafen: 45 min
Innenstadt: 20 min
Hauptbahnhof: 15 min
ÖPNV
U-Bahn U2 / U3 / U8
Einkaufen

Eine Welt ohne Käse, Wurst und erfrischende Getränke unter freiem Himmel wollen sich die Schwabinger nicht vorstellen. Deshalb besuchen sie regelmäßig den Elisabethmarkt, wo Händler in ihren festen Markthäuschen als Dreingabe immer ein freundliches Wort für die Kunden übrighaben – ohne Aufpreis. Futter für die Seele findet der Anhänger feiner Kost wiederum bereits seit 1903 in der Lehmkuhl Buchhandlung. Und weil auch unsere äußere Hülle ab und an Zuwendung braucht, kann ein Abstecher in die Hohenzollernstraße nicht schaden: Geschäfte internationaler Modemarken wechseln sich in dieser endlos langen Straße mit unabhängigen Läden ab. Im Weißglut gesellen sich zu den hochwertigen Kleidern ausgefallene Geschenkideen und von Skandinavien inspiriertes Mobiliar dazu. An einen Ort, der weit, weit weg scheint, entführt das Neo Tokyo: Mangas, Animes, Poster, Stäbchen, Schälchen, Tassen – plötzlich glaubt man daran, den Fuji aus dem Fenster zu sehen.

Schlafen

Zählt Schwabing wirklich zum Mainstream? Gilt bei der Erörterung der Frage die Anzahl der Hotelketten in einem Stadtteil als entscheidender Faktor, dann fällt die Antwort positiv aus. Dass hier ein Hilton steht, überrascht also kaum. Noch weniger die Tatsache, dass das Hilton Munich Park dem entspricht, was seine Gäste erwarten: Fitnesscenter, Swimming-Pool, Bar, hoher Standard à la carte. Den Unterschied zu anderen Städten macht der Ausblick auf den Englischen Garten. Ein klassisches Hostel darf selbstredend nicht fehlen: das haus international verfügt über 630 Betten für Reisende mit kleinem Budget, die in sauberen, zweckmäßigen Zimmern dem Luxus Paroli bieten. Aber Schwabing wäre nicht Schwabing, böte das Viertel nicht auch individuelle Unterkünfte: In den nur 25 Zimmern des Nikolai Hotels läuft der Reisende auf Parkettboden und ist von stilvollen Möbeln umgeben. Der Altbau mit seiner Lage in einer ruhigen Straße und Einheimischen als Nachbarn gibt einem für einen Moment das Gefühl, dazuzugehören.

Veranstaltungen
Wochenmarkt: Donnerstags
Streetlife Festival: 20. + 21.5.2017

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